Neue Rathaus-Koalition muss soziale Infrastruktur sichern
Liga der freien Wohlfahrtspflege Wiesbaden appelliert an Verhandlungspartner
Von links nach rechts: Otto Bachmeier, Ute Schuler (beide Caritasverband Wiesbaden-Rheingau- Taunus), Christa Enders, Bastian Hans (beide AWO Wiesbaden), Marcel Hirsch (Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus) und Manfred Stein (DRK).
Wiesbaden, den 18. Juni 2026. In Wiesbaden zeichnet sich eine neue Rathauskooperation aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Volt und FDP ab. Angesichts der angespannten Haushaltslage in Wiesbaden werden die weiteren Verhandlungen des neuen Bündnisses von erheblichem finanziellen Druck geprägt sein.
Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Wiesbaden appelliert daher jetzt an die Verhandlungspartner, das soziale Fundament der Stadt im künftigen Koalitionsvertrag fest zu verankern und die Wohlfahrtsverbände dabei frühzeitig und partnerschaftlich einzubinden. Als Dachverband vertritt die Liga die Interessen von über 100 sozialen Einrichtungen und Diensten in Wiesbaden – von der Kinder- und Jugendhilfe über die Pflege bis hin zur Armutsbekämpfung und Inklusion.
„Unabhängig von der parteipolitischen Zusammensetzung einer künftigen Koalition muss es jetzt darum gehen, die soziale Infrastruktur in Zeiten knapper Kassen zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Marcel Hirsch, Vorsitzender der Liga. „Im Interesse der Menschen in Wiesbaden, die Unterstützung brauchen, sind die Wohlfahrtsverbände bereit, konstruktiv mit allen demokratischen Kräften zusammenzuarbeiten.“ Die Liga fordert die potenziellen Koalitionspartner auf, klare Kernpunkte zu garantieren: Soziale Angebote und Beratungsstellen müssen verlässlich finanziert und die Träger der freien Wohlfahrtspflege als Partner auf Augenhöhe bei städtischen Planungen einbezogen werden. Gerade bei angekündigten Strukturprüfungen und neuen Haushaltsmodellen darf die bewährte Vielfalt der sozialen Landschaft nicht unter die Räder kommen. „Kürzungen im sozialen Bereich verschärfen nicht nur individuelle Schicksale und bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern sie führen mittelfristig auch zu höheren Folgekosten für Stadt und Gesellschaft“, gibt der Liga-Vorsitzende zu bedenken.
„Wir sind offen für einen konstruktiven Dialog mit den Partnern einer neuen Rathauskooperation in Wiesbaden. Dabei werden wir aber auch deutlich machen: Ein Sparprogramm auf dem Rücken der Schwächsten darf nicht das Ergebnis sein.“
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Über die Liga der Freien Wohlfahrtspflege
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Wiesbaden vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsverbände und deren Einrichtungen in allen sozialen Bereichen gegenüber der Kommunalpolitik. Zur Liga gehören die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden e. V. (AWO), der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e. V., die Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus, Der Paritätische Hessen/Regionalgeschäftsstelle Wiesbaden, der DRK Kreisverband Wiesbaden e. V. und der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen K.d.ö.R.. Der Vorsitz wechselt alle zwei Jahre und liegt derzeit bei der Regionalen Diakonie.
Pressekontakt
Claudia Sporn, Kommunikation
Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus
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Tel.: +49 611 36091-109
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