Bekenntnis zu Sozialetat und Planungssicherheit
Diskussionsrunde der Liga mit Vertretern der Wiesbadener Kommunalpolitik
Von links nach rechts: Otto Bachmeier, Ute Schuler (beide Caritasverband Wiesbaden-Rheingau- Taunus), Christa Enders, Bastian Hans (beide AWO Wiesbaden), Marcel Hirsch (Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus) und Manfred Stein (DRK).
Wiesbaden, den 04. Februar 2026. Im Vorfeld der Kommunalwahlen in der Landeshauptstadt hat die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Wiesbaden Vertreter:innen der demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften zum Austausch über sozialpolitische Themen eingeladen.
„Wir möchten diesen Abend nutzen, um uns über die sozialpolitischen Programme der unterschiedlichen Parteien zu informieren, aber auch, um den Vertreter:innen der Politik deutlich zu machen, vor welchen Herausforderungen die Träger der freien Wohlfahrtspflege derzeit in Wiesbaden stehen“, sagte Marcel Hirsch, Leiter der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus, die derzeit turnusgemäß den Vorsitz der Liga innehat. „Mehr als 55 Prozent der sozialen Aufgaben in der Landeshauptstadt werden durch die Liga-Mitglieder übernommen“, ordnete Hirsch zu Beginn die Bedeutung der freien Wohlfahrtsträger ein.
Planungssicherheit erhöhen
Der Einladung durch die Liga waren von Seiten der Politik David Bohnert und Ann-Kathrin Hartenbach (Bündnis 90/Die Grünen), Christian Diers (FDP), Silas Gottwald und Susanne Hofmann-Fessner (SPD), Achim Sprengard (Volt), Mechthilde Coigné (Die Linke) und André Weck (CDU) gefolgt. Die Liga war neben Marcel Hirsch durch Otto Bachmeier und Ute Schuler (Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus), Bastian Hans und Christa Enders (AWO Wiesbaden), Venus Rosstami (Parität Wiesbaden), und Manfred Stein (DRK) vertreten.
Als größte Herausforderungen nannten die Liga-Vertreter:innen die mangelnde Planungssicherheit für die freien Träger und stießen dabei auf großes Verständnis bei allen politischen Vertreter:innen der Runde. In ihren Redebeiträgen benannten diese eine bessere Planbarkeit und Verlässlichkeit als Ziel für die kommenden Jahre. Inhaltlich legten sich ebenfalls fast alle anwesenden Politiker:innen auf einen Bereich fest, den sie auch bei knapperen finanziellen Mitteln prioritär unterstützen möchten: Bildung beziehungsweise frühkindliche Bildung und Leistungen für Familien.
Gemeinsam Land und Bund in die Verantwortung nehmen
Differenzierter zeigte sich das Meinungsbild der Parteien in puncto Sozialetat: Während einige der politischen Vertreter:innen sagten, dass Leistungen überprüft und gegebenenfalls nicht mehr weiter finanziert werden sollten, bekannten sich andere dazu, den Etat inklusive einer inflationsbedingten Dynamisierung auf dem derzeitigen Niveau halten zu wollen. Finanzierungslücken dürften nicht durch die Kürzung von Leistungen geschlossen werden. Stattdessen sollten sich Land und Bund stärker beteiligen – nach dem Motto: „Wer bestellt, bezahlt“. Das zu erkämpfen, so Caritas-Vorstand Otto Bachmeier, erfordere verstärkt ein gemeinsames Vorgehen der Liga mit den städtischen Gremien. In seinem Schlusswort nahm Marcel Hirsch diesen Impuls auf: „Der Weg, den wir in den kommenden Jahren gehen, wird nicht einfach sein, aber wir hoffen, ihn gemeinsam mit den politischen Akteuren zu schaffen.“
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Über die Liga der Freien Wohlfahrtspflege
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Wiesbaden vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsverbände und deren Einrichtungen in allen sozialen Bereichen gegenüber der Kommunalpolitik. Zur Liga gehören die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden e. V. (AWO), der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e. V., die Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus, Der Paritätische Hessen/Regionalgeschäftsstelle Wiesbaden, der DRK Kreisverband Wiesbaden e. V. und der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen K.d.ö.R.. Der Vorsitz wechselt alle zwei Jahre und liegt derzeit bei der Regionalen Diakonie.
Pressekontakt
Claudia Sporn, Kommunikation
Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus
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